Newsletter Januar 2022



Liebe Leser*innen,

das Jahr 2021 war nach Angaben des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus das fünftwärmste Jahr der Erde seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, den Rekord hält weiter das Jahr 2016. Der vergangene Sommer war sogar der wärmste, der jemals gemessen wurde. Insgesamt war 2021 laut Copernicus auch von Extremwetter-Ereignissen geprägt.

Die Betroffenheit durch Klimafolgen, wie Hitze, Stürme, Starkregen und Überflutungen, nimmt auch hier vor Ort weiter zu, sodass Anpassungsmaßnahmen stetig in den Fokus rücken. Der neue "Klimabericht NRW 2021" zeigt, dass nordrhein-westfälische Kommunen zunehmend bei der Klimavorsorge aktiv werden.

Die "Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW" flankiert dabei durch gezielte Angebote, wie etwa Förderberatung und Beratungen vor Ort. Infos zu diesen und weiteren Themen speziell für nordrhein-westfälische Kommunen finden Sie im nachfolgenden Newsletter. Darüber hinaus stehen wir Ihnen wie gewohnt telefonisch und per E-Mail beratend zur Seite.

Herzliche Grüße
Ihr Team der "Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW"

Aktuelles

Lernen aus dem Hochwasser: Umweltministerium veröffentlicht Arbeitsplan Hochwasserschutz
Sechs Monate nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe in Teilen NRWs laufen parallel zum Wiederaufbau die Analyse und Aufarbeitung der Ereignisse und die Umsetzung notwendiger Schritte zu verbesserter Vorsorge und Schutz. Das Umweltministerium NRW hat einen Arbeitsplan "Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels" vorgestellt. Er umfasst insgesamt zehn Handlungsfelder für den Hochwasserschutz und das Management von Starkregenereignissen. Weiterlesen »
NRW setzt "Beirat Klimaanpassung" ein
Unter Federführung des Umweltministeriums hat das Land Nordrhein-Westfalen ein Expertengremium zur Begleitung und Abstimmung der Klimawandel-Vorsorge in den verschiedenen Sektoren einberufen. Der interdisziplinäre "Beirat Klimaanpassung" besteht aus 22 Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen und tagt mindestens zweimal jährlich.  Weiterlesen »
Neuer Klimabericht NRW: Folgen des Klimawandels und Fortschritte bei der Vorsorge
Der neue "Klimabericht NRW 2021" verdeutlicht, dass der Klimawandel in allen Umwelt-, Wirtschafts- und Lebensbereichen spürbar und nachweisbar ist. Erstmals werden nicht nur die Folgen des Klimawandels, sondern auch die Anpassung an den Klimawandel betrachtet. Dabei zeige sich, dass beispielsweise die Zahl der Klimaanpassungskonzepte zunimmt und nun etwa ein Sechstel der Kommunen und jeder fünfte Kreis in Nordrhein-Westfalen über ein Klimaanpassungskonzept verfügen. Weiterlesen »
Neues Klimaanpassungs-Netzwerk für Unternehmen
Das "Netzwerk Klimaanpassung & Unternehmen.NRW" unterstützt im Auftrag des Umweltministeriums NRW die Klimaanpassung von und durch Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Es stellt damit einen wichtigen zusätzlichen Baustein zur Sensibilisierung, Vernetzung und Motivation der privatwirtschaftlichen Akteure in NRW dar, insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Im Fokus stehen sowohl Unternehmen, die ihre Klimaresilienz erhöhen wollen, also auch Unternehmen, die Klimaanpassungslösungen anbieten. Am 2. Februar 2022 findet eine Online-Auftaktveranstaltung statt, u.a. mit Beteiligung von Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.  Weiterlesen »
Klimatische Zwillinge: Köln hat heute ein Klima wie früher das französische Tours
Lokale Klimaveränderungen können durch räumliche Vergleiche veranschaulicht werden: sogenannte klimatische Zwillinge bzw. Analogien. Eine Analyse von Klimadaten des UBA und Eurac Research zeigt, dass sich die Klimate aller Regionen in Deutschland bereits verschoben haben, so dass viele heute ein Klima aufweisen, das vor 50 Jahren 100 bis 600 km weiter im Südwesten herrschte. Heute (1986-2015) hat beispielsweise Hamburg ein Klima wie Köln es früher (1961-1990) hatte und Köln wiederum hat heute ein Klima wie früher die französische Stadt Tours, die circa 250 Kilometer südwestlich von Paris liegt. Weiterlesen »

Förderung

Projektaufruf "REVIER.GESTALTEN" – Frist startet am 1. Februar 2022
Die dritte Einreichungsfrist im Projektaufruf "REVIER.GESTALTEN" startet am 1. Februar und läuft bis zum 30. Juni 2022. Das Programm richtet sich an das Rheinische Revier, dazu gehören die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, der Rhein-Erft-Kreis, der Rhein-Kreis Neuss, die Städteregion Aachen und die Stadt Mönchengladbach. Weiterlesen »
"DAS-Förderung" – Antragsfrist verlängert bis 28. Februar 2022
Im Programm "Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" ist das Antragsfenster für den Schwerpunkt A "Einstieg in das kommunale Anpassungsmanagement" bis zum 28. Februar 2022 verlängert worden. Gefördert werden die Erstellung von nachhaltigen Anpassungskonzepten (Erstvorhaben), Umsetzungsvorhaben (Anschlussvorhaben) sowie ausgewählte Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Das Antragsverfahren ist einstufig. Weiterlesen »
KoMoNa-Förderung – Skizzenfenster öffnet ab 15. Februar 2022
Im Programm "Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen" (KoMoNa) läuft vom 15. Februar bis 15. Mai 2022 die Einreichfrist für Projektskizzen. Gefördert werden konzeptionelle sowie investive Maßnahmen zur Umsetzung der umweltbezogenen Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Antragsberechtigte Kommunen in NRW sind die des Rheinischen Reviers. Weiterlesen »
Förderrichtlinie Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen – neues Förderfenster angekündigt für Frühjahr 2022
Die Förderrichtlinie "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" gilt bis zum 31. Dezember 2023. Ein erstes Antragsfenster war bis zum 15. Dezember 2020 geöffnet, das nächste ist für das Frühjahr 2022 angekündigt. Die geförderten Vorhaben müssen bis zum 1. Juli 2023 abgeschlossen sein. Weiterlesen »

Tipp

Haben Sie schon einmal an Klimaanpassungsmaßnahmen in den Gewerbegebieten Ihrer Kommune gedacht? Die großen Gebäudeflächen eignen sich gut für Dach- und Fassadenbegrünung. Mit der Nutzung von Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen ist zugleich auch der Klimaschutz mitgedacht – eine sinnvolle und bereits bewährte Synergie. Und auch die oftmals versiegelten Freiflächen bieten viel Potenzial für Entsiegelung, Begrünung oder bieten sich als Retentionsflächen an. Nutzen Sie Netzwerke und Kooperationen in der Verwaltung und mit Unternehmen zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen in Gewerbegebieten oder bauen Sie entsprechende Netzwerke auf.

Termine

In eigener Sache: Beratungen der Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW
Wir unterstützen und beraten Sie und Ihre Kolleg*innen bei der Initiierung und Durchführung kommunaler Anpassungsaktivitäten. Dabei immer im Blick ist der Einsatz möglicher Fördermittel. Bei Interesse an einer "Beratung vor Ort" – digital oder live in Ihrer Kommune – wenden Sie sich telefonisch oder per E-Mail an uns: 0221/340 308 12, info@kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de.
Digitale Werkstatt: Kommunale Klimafolgenanpassung als Gemeinschafsaufgabe angehen
Die kostenfreie Online-Veranstaltung findet am 4. Februar 2022 im Rahmen des Projekts "iResilience" statt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Initiative Zukunftsstadt unter dem Titel "Soziale Innovationen und intelligente Stadtinfrastrukturen für die resiliente Stadt der Zukunft" gefördert wird. Ein interdisziplinäres Team aus Forschung und Praxis begleitet den Prozess, darunter das Deutsche Institut für Urbanistik, das zu der Online-Veranstaltung einlädt. Dabei soll es auch um die Frage gehen, welche Maßnahmen im Forschungsprojekt iResilience in der Praxis entwickelt und ausprobiert wurden. Die ausgewählten Quartiere waren die Dortmunder Nordstadt und das Jungferntal sowie Köln-Deutz. Weiterlesen »

Wettbewerbe

Bundespreis Stadtgrün 2022 gestartet – Bewerbungsfrist bis 4. April 2022
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat den diesjährigen "Bundespreis Stadtgrün" ausgelobt. Der Fokus liegt 2022 auf dem Thema "Klimaanpassung und Lebensqualität". Städte und Gemeinden in Deutschland können sich bis zum 4. April 2022 mit ihren Projekten bewerben. Vorbehaltlich der im Bundeshaushalt 2022 zur Verfügung stehenden Mittel ist der Bundespreis mit einem Preisgeld von insgesamt bis zu 100.000 Euro dotiert.  Weiterlesen »
Bundespreis Blauer Kompass – Bewerbungsfrist bis 25. März 2022
Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt suchen gemeinsam bis zum 25. März 2022 die besten Projekte zum Umgang mit Klimafolgen wie Hitze, Dürre und Starkregen. In diesem Jahr gibt es erstmals eine Kategorie für Kommunen, neben den gewohnten Kategorien für private und kommunale Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen. Ausgezeichnet wird je ein Projekt pro Kategorie sowie ein per Publikumsvoting ermitteltes Projekt mit jeweils 25.000 Euro Preisgeld. Weiterlesen »

Aus der Praxis – Klimaanpassung in Bonn 

Zukunftsfähiges Stadtgrün
Die Förderung von Grünflächen ist wichtig, um eine wachsende Stadt wie Bonn an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Mit fast 150 Quadratmetern steht in Bonn überdurchschnittlich viel kommunales Grün pro Einwohner*in zur Verfügung. Der Pflegeaufwand ist, gerade angesichts von zunehmend trockenen Sommern, entsprechend hoch. Für mehr Effizienz sorgt seit 2015 ein Grünflächenkonzept. Dafür wurden mehr als 2.600 Park- und Grünanlagen beurteilt und in Pflegeklassen eingeteilt. Für kleine Flächen können Anwohner*innen oder Unternehmen Pflegepatenschaften übernehmen. Weiterlesen »


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Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW
Deutsches Institut für Urbanistik
Gereonstraße 18-32
50670 Köln
Deutschland
0221/340 308 12
info@kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de
www.kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de
Geschäftsführung: Prof. Dr. Carsten Kühl, Dipl.-Geogr. Luise Adrian.
Gesellschafter: Verein für Kommunalwissenschaften e.V.
Register: Amtsgericht Charlottenburg, HRB 114959 B
Umsatzsteuer-ID: DE 261590461
Das Projekt wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu)
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Telefon: 030/39 001-0 (Zentrale)
Telefax: 030/39 001-100
E-Mail: difu@difu.de

Verantwortlicher i. S. d. § 55 Abs. 2 RStV:
Prof. Dr. Carsten Kühl, Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
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