Newsletter Oktober 2021



Liebe Leser*innen,

der Klimawandel und seine Folgen sind in NRW präsenter denn je. Bei der verheerenden Flutkatastrophe im Sommer haben in Teilen Nordrhein-Westfalens zahlreiche Menschen ihr Leben verloren und vielerorts wurden Gebäude, Infrastruktur sowie Existenzen zerstört. Auch wenn dies ein historisches Unwetter von außergewöhnlichem Ausmaß war, ist klar, dass aufgrund des fortschreitenden Klimawandels Extremwetterereignisse in ihrer Intensität und Häufigkeit zunehmen und es wichtig ist, die Folgen abzumildern.

Kommunen gehören zu den wichtigsten Akteuren bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Wir unterstützen nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und Landkreise mit Beratung zu Fördermitteln, Finanzierung und Umsetzungsmöglichkeiten von Projekten und Maßnahmen der Klimafolgenanpassung – am Telefon, per E-Mail, virtuell und vor Ort.

Im November und Dezember bieten wir Ihnen zwei weitere WebSeminare in der Reihe "Klimafolgenanpassung KOMPAKT". Das Angebot richtet sich an alle NRW-Kommunen – Termine und Infos finden Sie weiter unten.

Herzliche Grüße
Ihr Team der "Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW"


Aktuelles

Neues "Zentrum KlimaAnpassung" berät Kommunen deutschlandweit
Städte, Landkreise und Gemeinden erhalten beim „Zentrum KlimaAnpassung“ kompetente Beratung für ihre eigenen Anstrengungen zur Klimaanpassung. Das Zentrum bündelt einschlägige Kompetenzen, Erfahrungen und Wissen, um mit lokalen Entscheidungsträger*innen individuelle Anpassungskonzepte zu entwickeln, breite öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und alle betroffenen Akteure zu vernetzen sowie maßgeschneiderte Fortbildungsmöglichkeiten anzubieten. Weiterlesen »

Kommunalberatung unterstützt Gemeinde Odenthal mit Expertenwissen
"Vorsorge heißt: ab sofort, nicht irgendwann" erklärte Jens Hasse, Projektleiter der Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW beim Deutschen Institut für Urbanistik, in der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Verkehr und Vergabe (IVV) der Gemeinde Odenthal am 1. September 2021. Hintergrund war die Starkregenkatastrophe Mitte Juli, von der auch die Gemeinde Odenthal betroffen war.
Bei Interesse an einem Vortrag bzw. einer Beratung zur Klimafolgenanpassung in Ihrem kommunalpolitischen Gremium oder der Verwaltung bei Ihnen vor Ort wenden Sie sich gern an uns. Weiterlesen »

Förderung

Novellierte Förderrichtlinie "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels"
Die Novellierung der Förderrichtlinie "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" des Bundesumweltministeriums ist abgeschlossen und veröffentlicht. Einige Neuerungen dienen insbesondere dazu, Kommunen als zentrale Betroffene von Klimafolgen sowie Hauptakteure der Anpassung an den Klimawandel noch besser und zielgerichteter zu unterstützen. Ausdrückliches Ziel ist es, Kommunen und kommunale Einrichtungen dabei zu helfen, die anstehenden Klimaanpassungs- und Umbauprozesse möglichst frühzeitig, integriert und nachhaltig anzugehen. Hierzu soll ein ganzheitliches Angebot von der Planung bis hin zur Umsetzung und Innovation erfolgen. Weiterlesen »

Richtlinie Klimaresilienz REACT-EU zur Klimawandelvorsorge in Kommunen – Anträge bis 31. Oktober 2021 stellen

Das Umweltministerium NRW hat das neue Förderprogramm "Klimaresilienz auf kommunaler und regionaler Ebene" zur Stärkung der Klimawandelvorsorge in Kommunen veröffentlicht. Für den Aufruf im Rahmen des REACT-Programms der EU als Baustein des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stehen rund zehn Millionen Euro aus dem EU-Programm zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie zur Verfügung. Die Förderung umfasst bis zu 100 Prozent der Ausgaben und richtet sich an Kommunen und kommunale Unternehmen. Förderfähig sind investive Maßnahmen wie die Entsiegelung befestigter Flächen zugunsten von Grünflächen, das Anlegen von Mulden, Rigolen oder Retentionsflächen zum Rückhalt, zur Versickerung und Speicherung von Niederschlagswasser, aber auch das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden. Anträge sind bis zum 31.10.2021 möglich. Weiterlesen »

Projektaufruf "Revier.Gestalten" – Antragsfrist bis 30. November verlängert
Der Programmaufruf mit eigenem Förderschwerpunk "Grün-blaue Infrastruktur und Klimaresilienz" richtet sich an das Rheinische Revier, dazu gehören die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, der Rhein-Erft-Kreis, der Rhein-Kreis Neuss, die Städteregion Aachen und die Stadt Mönchengladbach. Die aktuelle Einreichungsfrist für Projektskizzen ist verlängert bis zum 30. November 2021. Weiterlesen »
Förderung von Stadtbäumen in Innenstädten – Anträge bis 15. November
Das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat den dritten Aufruf für das Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Im neuen Interventionsfeld "Schaffung von Innenstadtqualitäten" steht die Aufwertung des öffentlichen Raums im Fokus. Gefördert wird die Aufstellung von Stadtbäumen und weiteren Ausstattungs- und Begrünungselementen. NRW-Kommunen sind bis zum 15. November 2021 aufgerufen, Projekte einzureichen. Weiterlesen »

Klimaanpassung im Rahmen von "NRW.BANK.Kommunal Invest"

Mit dem Programm "NRW.BANK.Kommunal Invest" werden jetzt auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel stärker unterstützt. Dazu gehören zum Beispiel klimagerechte Städtebaumaßnahmen wie der Einsatz von durchlässigem Straßenpflaster, damit Regenwasser besser versickern kann, die Begrünung von Fassaden und Dächern, um die Überhitzung in Städten zu reduzieren, sowie Präventionsmaßnahmen u.a. um Schäden bei Starkregenereignissen zu verhindern oder abzumildern. Das Darlehen mit dem Schwerpunkt Klimaschutz (bisher: Luftreinhaltung) können Kommunen, deren rechtlich unselbständige Eigenbetriebe sowie Gemeindeverbände direkt bei der NRW.BANK beantragen. Die Förderung kann mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombiniert werden, zum Beispiel mit dem Zuschuss der Bundesförderung für effiziente Gebäude der KfW. Weiterlesen »

"Stadtnatur" neuer Förderschwerpunkt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Ziel des neuen Förderschwerpunkts "Stadtnatur" ist es, im Sinne der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt den Anteil an naturnahen, arten- und strukturreichen Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich durch ein ökologisches Grünflächenmanagement zu erhöhen und die biodiversitätsfördernde Durchgrünung von Städten und Gemeinden zu verbessern. Ein weiteres Ziel ist die Bewusstseinsbildung. Anträge werden in einem zweistufigen Verfahren gestellt. Für Projekte, in denen eine kommunale Biodiversitätsstrategie erstellt werden soll, gilt eine jährliche Stichtagsregelung (1.2. des Kalenderjahres). Die Förderung erfolgt über einen Zuschuss von in der Regel 75 Prozent, höhere Förderquoten sind bei Finanzschwäche oder berechtigtem Bundesinteresse möglich. Weiterlesen »

Tipp


Nutzen Sie das gestiegene Bewusstsein in der Bevölkerung, um Ihre Bürger*innen zu eigenen Klimaanpassungsmaßnahmen zu motivieren. Das geht am besten, indem Sie als Kommune mit gutem Beispiel vorangehen – beispielsweise durch eine Dachbegrünung für das Rathaus, die Entsiegelung von Schulhöfen, (Trinkwasser-)Brunnen in der Einkaufszone oder gezielte Informationen für Ihre Einwohner*innen. Neben Flyern, Zeitungsartikeln und Plakaten eignen sich auch Wettbewerbe wie „Der schönste (Vor-)Garten“, um in der Klimaanpassung aktiv zu werden.






Termine

In eigener Sache – weitere WebSeminare der Kommunalberatung
An zwei Terminen informieren wir nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und Landkreise zum Thema Klimafolgenanpassung, stellen unser Beratungsangebot vor und geben einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten zur Finanzierung von Klimaanpassungsmaßnahmen. Ziel ist es, heutige und künftige Auswirkungen des Klimawandels in NRW zu verdeutlichen und zu entsprechenden Vorsorgemaßnahmen zu motivieren. Das Angebot richtet sich an alle nordrhein-westfälischen Kommunen.
  • WebSeminar: "Klimafolgenanpassung KOMPAKT: Unterstützung und Förderung für Kommunen in NRW", Dienstag, 23.11.2021, 10-12:00 Uhr
  • WebSeminar: "Klimafolgenanpassung KOMPAKT: Kommunen unterstützen bei der Eigenvorsorge", Dienstag, 7.12.2021, 13-15:00 Uhr
Bitte melden Sie sich vorab an, um die Zugangsdaten zu erhalten. Weiterlesen »


Bundeskongress Gebäudegrün – online und live in Berlin
Am 23. Und 24.11. findet in Berlin und online der "Bundeskongress Gebäudegrün" des GebäudeGrün e.V. (BuGG) statt. Der zweitägige Kongress steht unter dem Motto "Wo steht Deutschland in Sachen Gebäudebegrünung?" Weiterlesen »

Veröffentlichungen

Karlsruhe: Online-Portal „Abkühlung in der Stadt“
Karlsruhe hat bereits 2013 eine erste Klimaanpassungsstrategie verabschiedet. Gerade veröffentlicht wurde ein Monitoringbericht und die erste Fortschreibung der Strategie, beides einstimmig von der Politik beschlossen und veröffentlicht. Gleichzeitig ist ein neues Informationsangebot für Hitzeereignisse in Karlsruhe online gegangen: ein interaktiver Stadtplan für heiße Tage. Er zeigt Orte im Stadtgebiet, die bei Hitze Abkühlung versprechen – Grünflächen, Wasserspiele, Brunnen und vieles mehr. Der Stadtplan ist als so genannte Storymap gestaltet, das heißt, neben den verorteten Symbolen im Stadtplan bietet er auch Erklärungen und weiterführende Links. Bürger*innen können sich außerdem direkt einbringen und Feedback zu ihren Lieblingsplätzen an heißen Tagen geben. Weiterlesen »

Aus der Praxis – Klimaanpassung in Solingen

Dachbegrünung für private Eigentümer*innen
Die Stadt Solingen hat in kürzester Zeit das NRW Förderprogramm genutzt: Seit dem Start im Juni wurden die ersten Dachbegrünungsprojekte bei einem Wohnhaus und einer Garage bereits abgeschlossen, 5 weitere sind in Planung. Gefördert werden bestehende Gebäude und Nebengebäude älter als 5 Jahre. Auf der Seite der Stadt Solingen sind viele praktische Informationen zur Eignung, Kostenschätzung, Antragstellung und zu ausführenden Fachbetrieben zu finden.  Weiterlesen »



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Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW
Deutsches Institut für Urbanistik
Gereonstraße 18-32
50670 Köln
Deutschland

0221/340 308 12
info@kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de
www.kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de
CEO: Geschäftsführung: Prof. Dr. Carsten Kühl, Dipl.-Geogr. Luise Adrian. Gesellschafter: Verein für Kommunalwissenschaften e.V.
Register: Amtsgericht Charlottenburg, HRB 114959 B
Tax ID: Umsatzsteuer-ID: DE 261590461
Das Projekt wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu)
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Telefon: 030/39 001-0 (Zentrale)
Telefax: 030/39 001-100
E-Mail: difu@difu.de

Verantwortlicher i. S. d. § 55 Abs. 2 RStV:
Prof. Dr. Carsten Kühl, Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
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