Newsletter Juni 2021



Liebe Leser*innen,

bei allen Meldungen zum Klimawandel und seinen bereits spürbaren Auswirkungen gibt es auch positive Nachrichten: in puncto Waldbrandgefahr hat der regnerische Frühling für eine höhere Bodenfeuchte und somit eine verringerte Gefahr von Waldbränden in NRW gesorgt. Und auch bei der Borkenkäfer-Plage gibt es Lichtblicke. Die tiefen Fröste im Winter führten zu einer Schwächung der Borkenkäfer-Population und das kalte, feuchte Wetter im Frühjahr verzögerte die erste Flugzeit. Dadurch rechnen Expert*innen mit deutlich geringeren Schäden als in den beiden vorangegangenen Jahren. 

Da gute Nachrichten aber bekanntlich nicht nur vom passenden Wetter abhängen, sind weiterhin aktive Maßnahmen der Kommunen zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels gefragt. Daher bietet das Land NRW zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten – wie beispielsweise das neue Gründachkataster als individuelles Planungsinstrument – aber auch attraktive Förderprogramme und Projektaufrufe. 

Nutzen Sie auch weiterhin unsere Beratung zur Klimavorsorge am Telefon, per E-Mail, virtuell und vor Ort.

Herzliche Grüße 
Ihr Team der „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW“


Aktuelles

Gründachkataster NRW veröffentlicht
Seit dem 15. April 2021 ist das Gründachkataster NRW online. Die Aufstellung des LANUV NRW zeigt für alle mehr als 11 Millionen verfügbaren Dachflächen Nordrhein-Westfalens an, ob eine Dachbegrünung möglich ist. Insgesamt wurde eine Dachfläche von rund 1.400 km² untersucht. Davon eignen sich rund 440 km² für eine Dachbegrünung – das entspricht ungefähr der Größe der Stadt Köln. Der Clou: das Gründachkataster ist mit dem Solarkataster NRW verknüpft. Das bedeutet, dass auch der mögliche Solarertrag mit berechnet werden kann. Weiterlesen »

Umweltzustandsbericht – Klimawandel in NRW spürbar
Der Zustand der Umwelt in Nordrhein-Westfalen hat sich in vielen Bereichen verbessert, in anderen Bereichen ist er weiterhin besorgniserregend. Dies dokumentiert der vom Umweltministerium vorgelegte Umweltzustandsbericht Nordrhein-Westfalen 2020. Zu den positiven Entwicklungen zählen, dass sich die Luftqualität in Nordrhein-Westfalen verbessert hat, deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen werden sowie die Flächenanteile für den Naturschutz und die ökologische Landwirtschaft zunehmen. Weiterlesen »

Initiative der Verbraucherzentrale NRW – Mehr Grün am Haus

Mit ihrer Informations- und Motivationskampagne „Mehr Grün am Haus – Spür das bessere Klima“ geht die Verbraucherzentrale NRW über die Dach- und Fassadenbegrünung hinaus und zeigt den Menschen Möglichkeiten an Begrünungsmaßnahmen in jeder Wohnsituation auf. Weiterlesen »

Förderung


Start des neuen NRW-Förderprogramms „Grüne Infrastruktur“

Ab sofort können bei den zuständigen Bezirksregierungen Anträge im Rahmen des neuen, aus Mitteln der EU finanzierten Förderprogramms "Grüne Infrastruktur" eingereicht werden. Ziel des Förderprogramms ist es, grüne Infrastruktur vorwiegend im urbanen Umfeld zu entwickeln, zu erhalten und zu verbessern sowie naturtouristische Angebote in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Dafür stehen rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. Das Förderspektrum ist sehr breit und richtet sich an Kommunen und andere Akteure im Naturschutz. Anträge können zunächst bis zum 30. September 2021 gestellt werden. Weiterlesen »

Projektaufruf „Revier.Gestalten“ für das Rheinische Revier

Das Land NRW unterstützt den Strukturwandel im Rheinischen Revier: von Green Economy und Klimaanpassung bis zur nachhaltigen Land- und Ernährungswirtschaft. Förderanträge sind bis zum 29. Oktober 2021 möglich. Bis zu 14,8 Milliarden Euro stellt der Bund für einen nachhaltigen Strukturwandel im Rheinischen Revier zur Verfügung und das Land flankiert dies zusätzlich mit eigenen Mitteln in Milliardenhöhe. Weiterlesen »

Dorferneuerung – Anträge bis zum 30. September 2021 möglich

Ziel des Dorferneuerungsprogramms ist es, ländliche Orte als Lebens-, Arbeits- Erholungs-, Kultur- und Naturraum zu sichern und zu entwickeln sowie bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen. Für das „Dorferneuerungsprogramm 2022“ endet die Antragsfrist am 30. September 2021, Förderanträge sind bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung einzureichen. Weiterlesen »

Städtebauförderung – Antragsfrist für das Programmjahr 2022 endet am 30. September 2021

Die Förderung zielt jeweils auf städtische und ländliche Räume mit erhöhten strukturellen Herausforderungen. Die Umsetzung der Stadtentwicklungspolitik mit dem zentralen Instrument der Städtebauförderung soll auf der Basis von integrierten, ganzheitlichen und sozialraumorientierten Konzepten erfolgen, die mit einer Orientierung an den Bereichen Bildung, Gesundheit und Klimaschutz verbunden sind. Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere durch die Verbesserung der grünen Infrastruktur, sind ab dem Jahr 2021 verpflichtende Fördervoraussetzung für alle Gesamtmaßnahmen der Städtebauförderung. Weiterlesen »

Tipp

Häufig werden bereits Maßnahmen zur Klimaanpassung vor Ort umgesetzt, laufen jedoch nicht unter diesem Namen. In vielen Kommunen ist Klimafolgenanpassung bislang ein „Huckepack-Thema“ – zum Beispiel, wenn es um die „Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität“ geht oder das Schaffen von „mehr Grün und Blau in der Stadt“. Dies kann man sich zu Nutzen machen: Die besten Realisierungschancen haben Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung, wenn sie mit anderen Themen und Aufgaben verknüpft werden, wie z.B. einer klimagerechten Quartiersentwicklung, der Energiewende, nachhaltiger Mobilität, dem Erhalt der Biodiversität oder dem demographischen Wandel. Überlegen Sie deswegen, wo eine Einbindung in bestehende Aufgaben, geplante Projekte und aktuelle Themen, die gerade vor Ort diskutiert werden und von allgemeinem Interesse sind, möglich ist.


Wettbewerb


Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2021 – bis 16. August bewerben

Der Bodenschutzpreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist, soll das Flächenrecycling sowie das öffentliche Bewusstsein für den Schutz des Bodens unterstützen und stärken. Bewerben können sich alle Akteure, die sich die schonende Aufbereitung und Reaktivierung innerstädtischer Brachflächen zum Ziel gesetzt haben. Ausgelobt wird der Preis vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung. 
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Veröffentlichungen

Ergebnisse der Klimawirkungs- und Risikoanalyse vorgestellt – Analyse zeigt Risiken für Deutschland
Bei einem ungebremsten Klimawandel würden die Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Das zeigen die Ergebnisse der Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes, die von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt vorgestellt wurde. Die Schäden wirken sich dabei wie bei einem Dominoeffekt von bereits heute stark belasteten Ökosystemen wie Böden, Wäldern und Gewässern hin zum Menschen und seiner Gesundheit aus. Weiterlesen »

#Klimaschutzbraucht auch Klimaanpassung – Video-Clip mit kommunalen Beispielen
Die Kurzfilm-Reihe #Klimaschutzbraucht… gibt Städten, Gemeinden und Landkreisen spannende Impulse, um eigene Klimaaktivitäten anzugehen bzw. zu verstärken und voranzutreiben. Neben erneuerbarer Wärme- und Energieversorgung oder Ressourcenschutz steht ein Film zum Thema Klimaanpassung als wichtiges Pendant zum Klimaschutz bereit. Weiterlesen »

Aus der Praxis – Klimaanpassung in der Gemeinde Burbach

Was tun an heißen Tagen? – Tipps für Senior*innen
Die Aufklärung über die Gefahren bei starker Hitze ist Teil des Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes der Gemeinde Burbach. Vor allem ältere Menschen leiden an Hitzetagen und sind gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Daher hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Senioren-Service-Stelle eine Broschüre
mit Verhaltenstipps bei Hitze und mit Ansprechpartner*innen für diese Zielgruppe herausgebracht. Um klimarobuster zu werden, fördert die Gemeinde außerdem Maßnahmen zum Schutz vor Überflutung und die Pflanzung von robusten Schattenbäumen auf privaten Grundstücken. Weiterlesen »



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Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW
Deutsches Institut für Urbanistik
Gereonstraße 18-32
50670 Köln
Deutschland

0221/340 308 12
info@kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de
www.kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de
Geschäftsführung: Prof. Dr. Carsten Kühl, Dipl.-Geogr. Luise Adrian. Gesellschafter: Verein für Kommunalwissenschaften e.V.
Register: Amtsgericht Charlottenburg, HRB 114959 B
Umsatzsteuer-ID: DE 261590461
Das Projekt wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu)
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Telefon: 030/39 001-0 (Zentrale)
Telefax: 030/39 001-100
E-Mail: difu@difu.de

Verantwortlicher i. S. d. § 55 Abs. 2 RStV:
Prof. Dr. Carsten Kühl, Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
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