Newsletter September 2020



Liebe Leser*innen,

Klimawandel in Nordrhein-Westfalen – das bedeutet vor allem mehr Hitze und weniger Frost, wie aktuelle Auswertungen im Klimafolgenmonitoring des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) belegen. Der Handlungsdruck, in den Städten, Gemeinden und Kreisen effektive Maßnahmen etwa zum Schutz vor Hitze und Starkregen umzusetzen, wächst somit zunehmend. Zugleich stellt die Corona-Krise viele Kommunen vor große Herausforderungen, wie fehlende Haushaltseinnahmen und damit fehlende Investitionsmittel für dringend notwendige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel.

Die Landesregierung unterstützt daher Kommunen in NRW zum Beispiel mit einem zusätzlichen Förderaufruf „Grüne Infrastruktur“ im Rahmen des Konjunkturpakets. Mit Förderquoten bis zu 100 Prozent sollen die grüne Infrastruktur und gleichzeitig die Konjunktur einen Schub erhalten.

Alle nordrhein-westfälischen Kommunen beraten wir zu diesen sowie weiteren Fördermöglichkeiten zur Klimavorsorge telefonisch, per E-Mail, vor Ort und virtuell.

Herzliche Grüße
Ihr Team der „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW“.


Aktuelles

Neues Tool für hitzeangepasste Quartiersplanung                                      
Mit dem Online-Tool INKAS-NRW können Kommunen und Planer*innen in NRW interaktiv verschiedene Maßnahmen zur Hitzevorsorge und ihre Wirkung in einem Stadtquartier prüfen und so unter den jeweiligen Gegebenheiten die effektivste Anpassungsmaßnahme ableiten. Entwickelt wurde das Tool vom LANUV, dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und der Stadt Bonn.  Weiterlesen »


Klimaresilienz und Grüne Infrastruktur langfristig stärken
Mit den beiden Leitprojekten der Ruhrkonferenz „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ und „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ möchten das Umweltministerium NRW und Partner*innen im Rahmen der Ruhr-Konferenz die grüne Infrastruktur und Klimaresilienz im Ruhrgebiet stärken. Ziel des Projektes „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ ist es, ein durchgängiges Netz der Grün- und Freiräume zu schaffen und so die Metropole Ruhr zu einer Modellregion für grüne Infrastruktur zu machen. Dazu sollen konzeptionelle und investive Projektbausteine umgesetzt werden. Mit dem Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ werden bis 2040 als wichtige Ziele verfolgt, den Abfluss von Regenwasser im Mischsystem um 25 Prozent zu reduzieren und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte zu erhöhen. Bereits in diesem Jahr werden wichtige Projekt-Bausteine angegangen, wie eine Strategie Grüne Infrastruktur für die gesamte Metropole Ruhr, eine Biodiversitätsstrategie sowie die Machbarkeitsstudie „Lebenswerte Straßen, Orte und Nachbarschaften“ (LesSON). Weiterlesen »


Tipp

Intensive Dachbegrünung: Ein Dachgarten mit Stauden, Sträuchern und Rasen oder sogar Bäumen und einem Substrataufbau von mindestens 25 Zentimetern kann im Vergleich zur extensiven Dachbegrünung vielfältig genutzt werden, zum Beispiel als Terrasse. Vor allem in dicht bebauten Gebieten ist dies eine interessante Option, da auch der Retentions- und Kühlungseffekt höher ist.


Förderung

NRW startet zusätzlichen Förderaufruf „Grüne Infrastruktur“ – Anträge bis 14.10.2020 möglich
Ab sofort nehmen die Bezirksregierungen Nordrhein-Westfalens Anträge im Rahmen eines zusätzlichen Förderaufrufs „Grüne Infrastruktur“ im Rahmen des Konjunkturpakets entgegen. Dabei geht es um Maßnahmen, die Grüne Infrastruktur erhalten, entwickeln und aufwerten. Beispiele für förderfähige Maßnahmen sind die Entsiegelung von Flächen zur ökologischen Aufwertung, das Anlegen naturnaher Wasserflächen und Feuchtbereiche sowie größerer Blühflächen aber auch „kleinere“ Einzelmaßnahmen, wie das Anpflanzen von Bäumen. Weiterlesen »

Waldförderung – NRW erleichtert Verfahren zur Antragstellung und Auszahlung
Das Land hat die Verfahren zur Ant ragstellung und Auszahlung von Fördermitteln zur Bekämpfung der Waldschäden erleichtert. Fördermittel können auf Antrag bereits vor Abschluss der Maßnahmen gewährt werden, anstelle persönlicher Begutachtungen vor Ort sind auch Fotodokumentationen möglich. Weiterlesen »
BMU-Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel – Antragsfrist verlängert
Das Antragsfenster im Programm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ des Bundesumweltministeriums wurde verlängert. Projektskizzen können bis zum 30. November 2020 bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH eingereicht werden. Weiterlesen »
Corona-Konjunkturpaket – Förderquoten der Kommunalrichtlinie angehoben
Vom 1. August 2020 bis zum 31. Dezember 2021 werden im Zuge des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung alle Förderquoten in der Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums um jeweils zehn Prozentpunkte angehoben. Damit sind in diesem Zeitraum Zuschüsse bis zu 100 Prozent der Gesamtinvestition möglich.  Weiterlesen »


Termine

In eigener Sache – Beratung vor Ort in nordrhein-westfälischen Kommunen...
Nach Radevormwald haben zuletzt die Verwaltungen der Städte Hagen, Kevelaer und Münster sowie des Oberbergischen Kreises unser Angebot einer Vor-Ort-Beratung in Anspruch genommen. Nach der Erstellung eines Klimaanpassungskonzepts möchte die Stadt Hagen den Prozess weiter gestalten und Maßnahmen umsetzen. Die Stadtverwaltung Kevelaer ist gerade mit der Klimavorsorge gestartet und informierte sich bei der Kommunalberatung über die nächsten Schritte und über gute Erfahrungen aus anderen Kommunen. Die Stadt Münster, die bereits 2015 ein Klimaanpassungskonzept erarbeitet hat, informierte sich über finanzielle Förderung zur Umsetzung ihres „Handlungskonzepts Klimaanpassung 2030“ sowie zu gelungenen Projekten aus anderen Kommunen. Nach den Waldbränden im Frühjahr und der anhaltenden Dürre sucht der Oberbergische Kreis mit Hilfe der Kommunalberatung nach Fördermöglichkeiten für eine kreisweite Klimawandelwirkungs- und Vulnerabilitätsanalyse.

...und Sensibilisierung der Kommunalpolitik
Zur Information und Sensibilisierung zum Thema Klimavorsorge für politische Entscheidungsträger*innen, kommt die Kommunalberatung mit einem Vortrag nach Maß in Ihr kommunalpolitisches Gremium. Im Rat der Gemeinde Windeck (Rhein-Sieg-Kreis) standen dabei bspw. die Themen Handlungsbedarfe zur Klimaanpassung, Waldumbau und Umgang mit steinernen Vorgärten im Vordergrund. Im Rat der Gemeinde Reichshof (Oberbergischer Kreis) informierte die Kommunalberatung die Mitglieder über Fördermöglichkeiten für Klimaanpassung, Dachbegrünungen auf Gewerbe- und öffentlichen Gebäuden sowie Möglichkeiten zur Kooperation mit Nachbarkommunen.
 

Haben Sie Interesse an einer Beratung bei Ihnen vor Ort oder virtuell am Bildschirm oder an einem Vortrag für die kommunalpolitische Ebene? Sprechen Sie uns an. Weiterlesen »


Publikationen

Hintergrundpapier – Hitze und Starkregen: Wie sich Städte anpassen können.
Die Online-Publikation des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt kompakt und praxisnah, wie Kommunen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden. Sie verweist auch auf verschiedene Arbeitshilfen für Kommunen, zum Beispiel auf die „Toolbox Klimaanpassung im Stadtumbau (2020)“. Weiterlesen »



Aus der Praxis – Klimaanpassung in Aachen

Mehr Grün integrieren
Die Stadt Aachen hat eine Grün- und Gestaltungssatzung aufgestellt mit Vorgaben zur Erstellung von Dachbegrünungen und Bepflanzung von Stellplatzanlagen. Seit September 2017 müssen z. B. Flachdächer ab einer Größe von 200 Quadratmeter dauerhaft zu 60 Prozent begrünt werden. Pro angefangene 200 Quadratmeter Stellplatzanlage einschließlich Erschließungsfläche ist ein Baum mit einem Mindeststammumfang von 18 bis 20 Zentimetern innerhalb der Stellplatzanlage zu pflanzen.  Weiterlesen »




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Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW
Deutsches Institut für Urbanistik
Auf dem Hunnenrücken 3
50668 Köln
0221/340 308 12
info@kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de
www.kommunalberatung-klimaanpassung-nrw.de

Das Projekt wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu)
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Telefon: 030/39 001-0 (Zentrale)
Telefax: 030/39 001-100
E-Mail: difu@difu.de
Geschäftsführung: Prof. Dr. Carsten Kühl, Dipl.-Geogr. Luise Adrian.
Gesellschafter: Verein für Kommunalwissenschaften e.V.
Amtsgericht Charlottenburg, HRB 114959 B
Umsatzsteuer-ID: DE 261590461

Verantwortlicher i. S. d. § 55 Abs. 2 RStV:
Prof. Dr. Carsten Kühl, Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin

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